Berliner
Respektpreis
Seit 2010 verleiht das Berliner Queer-Bündnis jährlich den Berliner Respektpreis, um herausragendes Engagement für die Akzeptanz von LSBTIQ* zu würdigen. Ausgezeichnet werden Einzelpersonen, Unternehmen, Organisationen oder Einrichtungen, die sich mit ihren Projekten in Berlin besonders verdient gemacht haben.
FFGZ e.V. mit Respektpreis ausgezeichnet
Am 02. Dezember 2024 wurde das Feministische Frauen Gesundheits Zentrum e. V. (FFGZ) mit dem Respektpreis des Berliner Queer-Bündnisses ausgezeichnet.
Das FFGZ wurde in den 1970er Jahren gegründet, um aus einer feministischen Perspektive die Gesundheitsvorsorge von Frauen zu stärken. Es bietet bis heute geschlechtssensible Beratung zu zahlreichen Themen, setzt sich gegen Diskriminierung im Gesundheitssystem ein und schafft einen sicheren Raum für Frauen und queere Menschen.
Laudatorin Jana Terhorst, Beauftragte für Diversität und Kulturwandel der Berliner Feuerwehr, würdigte das FFGZ auf der Preisverleihung für „die Tiefe und Breite seiner Beratungsangebote. Mit Einfühlungsvermögen und Verständnis für die gesundheitlichen und psychosozialen Bedürfnisse von Frauen und marginalisierten Geschlechtern hat das FFGZ ein Beratungsmodell entwickelt, das auf Augenhöhe basiert.“ Ferner habe das Zentrum „unzählige Leben berührt, hat Wissen verbreitet, wo Unwissenheit herrschte, und hat Frauen und queere Menschen auf ihrem Weg zur Selbstbestimmung begleitet. Es bleibt eine unverzichtbare Stimme für Gerechtigkeit, Respekt und Menschlichkeit., so Jana Terhorst.
Lesen Sie hier die Nominierungsbegründung und die Laudatio auf das FFGZ von Jana Terhorst, Beauftragte für Diversität und Kulturwandel der Berliner Feuerwehr.

Shortlist 2024
Auf ihrer Sitzung am 27. Oktober 2024 wählte die Respektpreis-Jury, bestehend aus Vertreter*innen der Bündnismitglieder und der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung, aus 15 Vorschlägen die Nominierten für die Shortlist des Respektpreises 2024 aus.
Lesen Sie hier die vollständige Nominierungsbegründung nach.

Eisenherz Buchladen
Der Buchladen Eisenherz wurde 1978 aus der Schwulenbewegung heraus gegründet und ist weit mehr als nur ein Buchladen. Seit Jahren dient er als Treffpunkt und Impulsgeber für die queere Community und fördert durch sein Angebot die Sichtbarkeit queerer Kunst und Kultur.

Feministisches Frauen Gesundheits Zentrum (FFGZ e. V.)
Das FFGZ wurde in den 1970er Jahren gegründet, um aus einer feministischen Perspektive die Gesundheitsvorsorge von Frauen zu stärken. Es bietet bis heute inklusive und gendersensible Beratung zu zahlreichen Themen, setzt sich gegen Diskriminierung im Gesundheitssystem ein und schafft einen sicheren Raum für Frauen und queere Menschen.

pinkballroom und Abteilung Tanzsport in der Turngemeinde in Berlin 1848 e.V.
Pinkballroom prägt maßgeblich den Equality-Tanzsport, indem es queeren Tänzer*innen eine Plattform bietet, um heteronormative Strukturen im Tanzsport aufzubrechen und Geschlechterrollen flexibel zu gestalten. Dadurch stoßen die Tänzer*innen Veränderungen sowohl im eigenen Verein als auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene an.
Nominierungs
kriterien
1.
Lokaler Bezug
Das Berliner Queer-Bündnis vereint Organisationen, Institutionen und Unternehmen aus dem Berliner Stadtgebiet. Dieser lokale Fokus sollte sich in den Vorschlägen für den Respektpreis widerspiegeln, indem das ausgezeichnete Engagement im Raum Berlin verankert ist.
2.
Engagement aus der Mehrheitsgesellschaft
Der Respektpreis zeichnet Engagement für die queere Community aus, das aus der Mehrheitsgesellschaft stammt. Daher sind Nominierungen außerhalb der LSBTIQ*-Selbstorganisation in Berlin wünschenswert, aber nicht ausgeschlossen.
3.
Gesamtgesellschaftliche Wirkung
Unabhängig davon, ob sich die Nominierungen außerhalb oder innerhalb der LSBTIQ*- Selbstorganisation verorten, sollte das nominierte Engagement gesamtgesellschaftliche Strukturen zugunsten der Sichtbarkeit und Akzeptanz queerer Lebensweisen stärken.
4.
Nominierungen außerhalb des Berliner Queer-Bündnisses
Nominierungen von Mitgliedern des Berliner Queer-Bündnisses sowie deren Projekten und Engagement sollten vermieden werden.