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3. Dezember 2024 | News, Respektpreis

Verleihung des Berliner Respektpreises 2024

Gestern wurde das Feministische Frauen Gesundheits Zentrum e. V. (FFGZ) mit dem Respektpreis des Berliner Queer-Bündnisses ausgezeichnet. Die von Alexander Scheld (Geschäftsführer des LSVD Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg e. V.) moderierte Veranstaltung wurde mit einem Grußwort des Staatssekretärs für Integration, Antidiskriminierung und Vielfalt, Max Landero, eröffnet. Dieser gab außerdem den diesjährigen Preisträger bekannt. Die Preisverleihung fand im Mercure Hotel MOA Berlin statt und wurde durch die Bündnismitglieder BVG und Coca-Cola Europacific Partners Deutschland organisatorisch unterstützt.

Eine unverzichtbare Stimme für Gerechtigkeit, Respekt und Menschlichkeit

Laudatorin Jana Terhorst, Beauftragte für Diversität und Kulturwandel der Berliner Feuerwehr, würdigte das FFGZ für „die Tiefe und Breite seiner Beratungsangebote. Mit Einfühlungsvermögen und Verständnis für die gesundheitlichen und psychosozialen Bedürfnisse von Frauen und marginalisierten Geschlechtern hat das FFGZ ein Beratungsmodell entwickelt, das auf Augenhöhe basiert“. Ferner habe das Zentrum „unzählige Leben berührt, hat Wissen verbreitet, wo Unwissenheit herrschte, und hat Frauen und queere Menschen auf ihrem Weg zur Selbstbestimmung begleitet. Es bleibt eine unverzichtbare Stimme für Gerechtigkeit, Respekt und Menschlichkeit“, so Jana Terhorst.

Für den Respektpreis nominiert waren zudem der Buchladen Eisenherz und pinkballroom Berlin, die Equality-Tanzsportgruppe in der Tanzsportabteilung der TiB 1848 e. V.

Kriminaldirektor Winfrid Wenzel stellt aktuelle Kriminalitätsstatistik queerfeindlicher Übergriffe vor

Im Rahmen der Preisverleihung stellte der Leiter der Zentralstelle für Prävention und der Antisemitismusbeauftragte der Polizei Berlin, Kriminaldirektor Winfrid Wenzel, die aktuelle Kriminalitätsstatistik queerfeindlicher Übergriffe für die ersten drei Quartale des Jahres 2024 vor. Im Bereich der Hasskriminalität gegen die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität wurden für Berlin bisher 425 Taten zur Anzeige gebracht. Die Zahl bleibt damit auf einem sehr hohen Niveau, so Winfrid Wenzel. Tempelhof-Schöneberg führt mit 87 registrierten queerfeindlichen Taten die Liste der Bezirke an, Neukölln steht auf Platz 5 mit 33 registrierten Taten.

„Wir müssen davon ausgehen, dass es ein überdurchschnittlich hohes Dunkelfeld gibt. Unsere Aufgabe ist es, Licht ins Dunkel zu bringen, wo es noch finster ist“, erklärte Kriminaldirektor Winfrid Wenzel. „Dafür sind Vernetzung, ein enger Austausch und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit […] unerlässlich. Es ist unser Ziel, die Opfer von Hasskriminalität zu stärken und sie zu ermutigen, Straftaten anzuzeigen“. Außerdem gilt es, Konzepte zu entwickeln, um Straftaten zu verhindern und damit Werte wie Offenheit, Toleranz und Vielfalt zu vermitteln.

Präsentation der neuen Bündnis-Kampagne

Präsentiert wurde außerdem die neue Plakatkampagne des Berliner Queer-Bündnisses. Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas der geschlechtsspezifischen Gewalt und der Istanbul-Konvention widmet sich diese dem sogenannten „Signal for Help“. Unter dem Slogan „Eine Hand, die mehr als 1000 Worte ruft“ wird die von der Berliner Agentur HELDISCH erstellte Kampagne zu Beginn des Jahres 2025 im Berliner Stadtbild zu sehen sein. Die Wall GmbH stellt zur Verbreitung der Kampagne über 3.000 Werbeflächen im gesamten Berliner Stadtgebiet zur Verfügung, darunter die aufmerksamkeitsstarke Digital Poster Gallery im U-Bahnhof Friedrichstraße. Die inhaltliche Ausgestaltung der Kampagne wurde in Zusammenarbeit mit dem AWO Landesverband Berlin e. V. entwickelt.